Euthanasie / Das Einschläfern

Wenn eines Tages..

...der Zeitpunkt gekommen ist und Sie sich immer öfter fragen, ob das Leben ihres Tieres noch lebenswert ist, weil es z. B. nicht mehr ohne großen Schmerz laufen kann, nicht mehr selbständig fressen oder trinken kann oder Nachts rastlos wandert und keine Ruhe findet, dann bieten wir Ihnen in unserer Praxis einen Gesprächstermin an, um gemeinsam zu schauen, ob Ihr Tier von seinem Leid erlöst (eingeschläfert) werden sollte oder ob es lebenserhaltende Maßnahmen gibt, die das Leben Ihres Tieres wieder lebenswert machen.

Das Einschläfern (Euthanasieren) von Tieren gehört genauso wie das Heilen von Krankheiten, zur täglichen Praxis. Trotzdem ist es eine Aufgabe die niemanden leicht fällt, sowohl mir als Tierärztin als auch Ihnen als Tierbesitzer. Nach unseren ethischen Grundsätzen gehört zur Behandlung von Tieren auch die Erlösung von unheilbarem Leid. Dabei muss die Euthanasie (griech. „guter Tod“) schmerzfrei für das betroffene Tier ablaufen, so wie es auch vom Tierschutzgesetz verlangt wird.

Der Ablauf des Einschläferns

Jeder Tierbesitzer geht mit dem Verlust seines Wegbegleiters auf andere Weise um. Wir versuchen uns auf Ihre Bedürfnisse einzustellen, damit eine möglichst ruhige Atmosphäre entsteht, denn auch so wird Ihr Tier den wenigsten Stress empfinden und ruhig einschlafen. Natürlich bieten wir nach Absprache auch Hausbesuche an, wenn Sie sich dazu entschieden haben Ihr Tier zuhause gehen zu lassen. Wenn Sie sich dazu entschlossen haben mit Ihrem Tier zu uns in die Praxis zu kommen ist es von Vorteil wenn wir einen Termin vereinbaren, damit genug Zeit und ein separater Raum zur Verfügung steht.

In der Regel verabreichen wir dem Tier zunächst eine Narkose, so dass das Bewusstsein und das Schmerzempfinden ausgeschaltet werden. Diese Narkose kann direkt in die Beinvene injiziert werden, was zum sofortigen Wirkungseintritt führt. Sollte das Tier noch Mageninhalt haben, kann es unter Umständen zu einem Würgereiz kommen, auch unbewusste Muskelbewegungen (Zittern) sind möglich. Wie bei jeder anderen Injektion vor einer Operation auch verspürt das Tier bei der Narkose den Einstich und macht eventuell Abwehrbewegungen. Wenn die Narkose zur Wirkung kommt, das Tier in einem tiefen Schlaf liegt und keine Schmerzen mehr verspürt, gibt es eine letzte Spritze, die zum Herz- und Atemstillstand führt. Wir verwenden ein hochwirksames Schlafmittel (Barbiturat Pentobarbital). Durch das Abhören der Herz- und Atemtätigkeit und die Kontrolle der Augenreflexe wird der Tod des Tieres festgestellt.

Wenn Sie sich bewußt machen, dass auch das Sterben und Gehen lassen, Liebe bedeutet und der Tod zum Leben dazu gehört, fällt es Ihnen vielleicht leichter mit dem Thema umzugehen.