Würmer

Wurmbefall und was Sie dagegen tun können

Frei laufende Hunde und Katzen infizieren sich beim Stöbern und Schnuppern immer wieder mit Wurmeiern, daher müssen sie in regelmäßigen Abständen entwurmt werden.

Und wie sieht es aus, wenn man sein Tier ausschließlich in der Wohnung hält und alles, aber auch alles für eine super hygienische Haltung tut? Das ist bei Hunden utopisch und Katzen die nicht raus dürfen infizieren sich trotzdem.

Wie infizieren sich Hund und Katze mit Wurmeiern?
Die Welpen nehmen mit der Muttermilch mikroskopisch kleine Vorstufen der Spulwürmer (Larven) auf. Diese gelangen mit der Milch in den Körper der Katzen- und Hundewelpen. Sie verteilen sich im ganzen Organismus, in Lunge, Muskelgewebe, etc. und warten dort. Von Zeit zu Zeit reift dann ein Schwung solcher Larven zu fertigen Würmern heran, und schon hat Ihr Tier, aus heiterem Himmel und trotz aller menschlichen Vernunft einfach Würmer.

Wenn Ihr Tier entweder ein erfolgreicher Mäusejäger sein darf oder schon mal Flöhe hatte, dann wird es sich dadurch zusätzlich noch mit Bandwürmern infizieren. Gewöhnliche Bandwürmer sind 0,5 bis 1,5 m lang und sie fressen dem Wirtstier (ihrer Katze oder ihrem Hund), das Beste aus seinem Futter weg. Sie nehmen am liebsten Vitamine, vorzugsweise die aus der B-Gruppe. Daher sehen Tiere mit Bandwurmbefall oft trotz vitaminreichem, gesunden und teurem „Menü“ mager aus und haben struppiges, glanzloses Fell. Der Fuchsbandwurm (Echinococcus granulosus) kann auch uns Menschen ernsthaft gefährlich werden.

Was kann man gegen Würmer tun?

Katzen- und Hundewelpen entwurmen:
Bei der Anschaffung 3x im Abstand von 14 Tage, dann nach 4 Wochen, anschließend alle 3 Monate.
Bei Flohbefall oder sonstigem Verdacht auf Bandwürmer auch gegen diese.

Erwachsene Tiere entwurmen:
Routinemäßig zwei-, besser viermal im Jahr gegen Spulwürmer.
Gute Mäusefänger oder Tiere mit Flohbefall sollten zusätzlich gegen Bandwürmer entwurmt werden.
Bei Hündinnen sollten zwei der jährlichen Wurmkuren mit den Läufigkeiten zusammenfallen, da in dieser Zeit der erhöhte Östrogenspiegel der Tiere die Wurmlarven aktiviert, so dass die Wurmkur jetzt besonders effektiv wirken kann.

Bedenken Sie:
Wurmkuren sind nicht schädlich, Würmer dagegen schon! Wer wäscht sich schon jedes Mal die Hände, nachdem er sein Tier angefasst hat? …Schließlich hat man so ein Tier ja unter anderem zum Streicheln, Spielen und Knuddeln.